Die Serie "Anonyme Rituale" thematisiert die Vermischung von „Naturkunst“ sogenannter zivilisierter Gesellschaften mit den rituellen Eingriffen in die Natur von indigenen Bevölkerungsgruppen.

Im Zuge meiner genauen Auseinandersetzung mit diversen Naturvölkern und deren unterschiedlichen Totenriten und Bestattungsarten, stieß ich auf Naturmythen der allgemeinen Volkskunde und deren mystische Zuordnungen von Menschen und Bäumen. Es zeigte sich, dass die Menschen in früher Zeit eine starke Identität zwischen Mensch und Baum herstellten. Der Baum wurde und wird noch heute zum religiösen Gegenstand, zum rituellen Symbol.

Es geht mir in meiner Arbeit um Zuordnung, um das Einfangen einer Stimmung und Atmosphäre, um die Aufdeckung einer versteckten Mystik oder das Freilegen einer Spiritualität des Ortes.
Ich bediene mich hierbei der Mittel der Land Art, konstruiere aus natürlichen, gefundenen Materialen Skulpturen und orientiere mich parallel dazu an rituelle Handlungen von indigenen Bevölkerungsgruppen.

Zweigbündel, 2011, Barytprint, gerahmt, 120 x 100 cm

Drei Löcher in Erdwand, 2011, Barytprint, gerahmt, 120 x 100 cm

Erdhügel unter Bäumen, 2011, Barytprint, gerahmt, 100 x 120 cm

Stoffbündel an Bäumen, 2011, Barytprint, gerahmt, 120 x 100 cm

Holzbretter an Baum, 2011, Barytprint, gerahmt, 120 x 100 cm

Doppelter Luftsarg, 2010, Barytprint, gerahmt, 75 x 100 cm